Die kleine Bodenkunde

Was sollte man wissen?

Wenn man sich entschieden hat, wo der Garten anlegt, werden soll, gilt es erstmals zu klären, welche Bodenqualität dort vorhanden ist. Um diese feststellen zu können, gibt es ein einfaches Hilfsmittel mit dem auch ein Laie innerhalb von Minuten die Bodenqualität des zukünftigen Gartens ermitteln kann.

Bodenbestimmung aber wie?

Wer die Bodenqualität seines Gartens bestimmen möchte, löst einfach etwas der Erde in Wasser auf. Anschließend wird die Qualität des Bodens mit einem speziellen Testbesteck ermittelt, in dem der pH-Wert des Erde-Wasser-Gemisches ermittelt wird.

Wichtig hierbei ist, dass man sich bezüglich der Durchführung der Bodenbestimmung unbedingt an die Herstellerangaben hält.

Natürlich sieht man schon alleine aufgrund der Farbe der Wasser-Erde-Mischung, in welche Richtung die Bodenqualität tentiert. Ist das Wasser hellbraun, darf man davon ausgehen, dass der Boden eher sandig ist. Ist die Wassermischung dunkelbraun, ist der Humusanteil im Boden höher. Ist das Wasser eher gelblich, hat der Boden höchst wahrscheinlich einen höheren Lehmanteil

Die verschiedenen Böden und ihre Charakteristika

a)      Der Sandboden

Der Sandboden ist einfach zu bearbeiten, jedoch kaum formbar. Zwar ist diese Art Gartenboden wasserdurchlässig und gut durchlüftet, doch enthält  dieser Boden vor allem wenig Nährstoffe. Die aufgebrachten Dünger wird vom Sandboden nicht lange festgehalten.

 

b)      Humusboden

Einen reinen Humusboden wird man im Garten nicht finden, doch kann man durch das regelmäßige Einarbeiten von Kompost die Bodenqualität deutlich verbessert. Humusreiche Böden sind fast schwarz.

 

c)       Lehmboden

Hat man einen Lehmborden, kann man einzelne Erdkrümel zu Kugeln verformen, diese bleiben jedoch nicht stabil. In der Regel gehören Lehmböden zu den fruchtbarsten Böden überhaupt. Sie enthalten einen hohen Anteil an Humus, sind hervorragende Wasserspeicher und  erstklassig durchlüftet.

Bodenverbesserung – Tricks und Tipps

Ist die Gartenbodenqualität nicht sehr gut ist eine Bodenverbesserung ratsam. Dabei sollten Sie auf keinen Fall den kompletten Gartenboden auf einmal verbessern wollen. Sinnvoller ist es, Beet für Beet vorzugehen.

Bodenverbesserung – wie geht man vor?

Für die Bodenverbesserung muss die Bodenfläche 30 cm tief umgegraben werden.  Kompost und anderes Material zur Bodenverbesserung wird aufgebracht und anschließend Schicht für Schicht eingearbeitet. Anschließend ist die Verwendung eines Kultivators sinnvoll, um den Boden für die Bepflanzung vorzubereiten.

Bodenauflockerung bei bepflanzten Beeten

Hat man in seinem Garten z. B. Staudenbeete, ist es wichtig, dass der Boden dazwischen regelmäßig aufgelockert wird. Natürlich muss auch das Nährstoffreservoire in regelmäßigen Abständen aufgefüllt werden. Der ideale Zeitpunkt hierfür ist das Frühjahr. Einfach etwas Kompost anteilig mit organischem Dünger mischen und diesen auf das Beet aufbringen.  Mit einem Sauzahn oder Grubber wird die Kompostmischung vorsichtig eingearbeitet.

Wichtig hierbei ist, nicht zu tief zu stechen, um die Wurzeln  der Pflanzen nicht zu beschädigen. Anschließend das Aufbringen einer Mulch-Schicht ratsam, damit die Erdschicht nicht so schnell austrocknet und natürlich der Unkrautwachstum gemindert wird.

Mulchen – aber warum?

Auf die verschiedenen Beete eine ein bis zwei Zentimeter dicke Mulchschicht aufbringen ist gewiss keine schlechte Idee. Der Vorteil einer Mulchschicht verhindert das Austrocknen des Gartenbodens, sogar das Unkrautwachstum wird gehemmt.  Natürlich ist es sinnvoll zwischen den verschiedenen Jahren bzw. Saisonen Gründüngerpflanzen in den Beeten anzusiedeln. Solche Pflanzen, wie z. B. Lupinen, Wicken oder Klee leben in Einheit mit den Bodenbakterien. Sie verwandeln zudem den Stickstoff aus der Luft in mineralischen Stickstoff um und geben diesen an den Boden ab.  Des Weiteren lockern die Wurzeln der Gründüngerpflanzen den Boden auf und sorgen dafür, dass dieser gut belüftet wird.