Johannisbeeren – Vitaminreiche Früchte

JohannisbeerenIn Sachen Beerenobst gehören Johannisbeeren zu den zuverlässigsten Trägern die zudem noch vollkommen anspruchslos und genügsam sind. Für einen gesunden und guten Wuchs reicht ein sonniger Standort und regelmäßiges gießen. Bei der Johannisbeere handelt es sich um einen meistens laubabwerfenden Strauch der 1 bis 1,5 Meter hoch wird. Es gibt verschiedene Arten von denen einige über Dornen verfügen. Umgangssprachlich oder mundartlich gibt es zahlreiche Namen für die Johannisbeere, wie Ribiseln, Kanstraube, Ahlbeere, Gichtbeere und Meertrübli. Die ersten Sorten reifen um den 24. Juni, den Johannistag, von dem sich der Name Johannisbeere ableitet.

Verbreitungsgebiet und Standort

Es gibt unzählige Untergattungen und Sektionen der Johannisbeere. Weltweit sind es etwa 140 bis 160 Arten deren Verbreitungsgebiet hauptsächlich gemäßigte Klimagebiete der Nordhalbkugel sind. Es gibt aber auch einige Arten die in den Anden gedeihen. In Nordamerika kommen etwa 53 Arten vor, in China sind es ca. 59 Arten und in Südamerika sind nur wenige Stachelbeerarten beheimatet.
Europa ist unter anderem die Heimat von:
• Alpen-Johannisbeere
• Felsen-Johannisbeere
• Rote Johannisbeere
• Schwarze Johannisbeere
• Ährige Johannisbeere
Aus den Johannisbeere-Arten Ribes uva-crispa und Ribes hirtellum sind Kulturstachelbeeren hervorgegangen

Anbau und Pflege

In deutschen Hausgärten werden bevorzugt weiße und rote Johannisbeeren gepflanzt. Der Herbst oder das zeitige Frühjahr ist die beste Zeit für den Anbau. Wenn mehrere Büsche gepflanzt werden sollte der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen mindestens 1,5 m betragen. Um den Bodenaustrieb zu fördern sollten die Pflanzen etwas tiefer gesetzt werden als es in der Baumschule der Fall war. Außerdem sollte der Boden mit Kompost oder Humus aufgefüllt werden. Im ersten Jahr ist die Johannisbeere kräftig mit Stickstoff zu düngen um den guten Wuchs zu fördern. Vorteilhaft ist ein leicht saurer, mittelschwerer sowie nährstoff- und humusreicher Boden. Nach der Pflanzung werden 6 Triebe stehen gelassen und kräftig zurückgeschnitten. Mit dem kräftigen Rückschnitt wird für einen starken Austrieb gesorgt. In den folgenden Jahren sollten pro Strauch etwa 10 kräftigen Triebe verbleiben. Alte und schwache Triebe werden direkt am Boden abgeschnitten, um neuen Trieben Platz zu machen.

Krankheiten und Schädlinge

Johannisbeersäulenrost wird meistens im Spätsommer oder Herbst festgestellt. Das Schadbild zeigt sich als rost- bis orangefarbene filzartige Flecken an der Blattunterseite. Wenn der Befall mehrere Jahre nacheinander auftritt vergreisen die Johannisbeersträucher mit der Zeit. Derzeit gibt es kein Mittel das für Hobbygärten zugelassen ist. Nach einem feuchten Frühjahr kann die Blattfallkrankheit auftreten. Die Blätter bekommen punktartige braune Flecken und fallen vorzeitig ab. Da sich die Krankheit über Sporen von Blatt zu Blatt ausbreitet und die Erreger im Falllaub überwintern muss im Herbst das Laub unter dem Strauch entfernt werden. Amerikanischer Mehltau sorgt für Ernteausfälle. Als Gegenmaßnahme werden die kranken Pflanzenteile sofort entfernt, während der Wintermonate alle Triebspitzen etwa 5 cm zurückgeschnitten und ein Auslichtungsschnitt vorgenommen.
Schädlinge sind:
• Johannisbeergallmilbe
• Johannisbeerblasenlaus
• Johannisbeerglasflügler
Außerdem kommen Stachelbeerwespen an roten und weißen Johannisbeeren vor. Sie legen ihre Larven an den Blattunterseiten ab und diese verzehren das Blatt bis auf die Rippen. Befallene Sträucher werden in der Entwicklung stark gehemmt. Größere Schäden werden durch das rechtzeitige Absammeln der Larven verhindert

Erntezeit und Verarbeitung

Die Johannisbeere wird von Mitte Juni bis Anfang August geerntet. Für Marmeladen und Gelees können die Beeren bereits vor der Vollreife gepflückt werden. Roh werden Johannisbeeren für Kuchen und Desserts verwendet. Darüber hinaus wird aus Johannisbeeren Saft, Likör, Sirup und Grütze gemacht. Roh gegessen sind die Johannisbeeren echte Vitaminbomben. Mit ihrem hohen Anteil an Vitaminen und Mineralstoffen gehören sie zu den gesündesten Beerensorten.

Weitere Nutzung der Johannisbeere

Aus schwarzen Johannisbeeren kann Schnaps gebrannt werden. Um das typische Cassisaroma zu bekommen müssen dafür große Mengen verarbeitet werden.

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