Mönchspfeffer – eine interessante Pflanze

Der Mönchspfeffer gehört zur Familie der Lippenblütler. Ursprünglich war er vom Mittelmeerraum über Südwestasien, bis hin zur Krim verbreitet. Der Strauch wird 4 bis 6 Meter hoch und wächst bevorzugt in Ufernähe. Seine langstieligen, fingerförmigen Blätter sind gespreizt und an der unteren Seite filzig behaart. Die Blüten sind weiß, rosa, blassblau oder violett. Es handelt sich dabei um kleine kugelige Blüten die ährenartig angeordnet sind. In den Blüten reifen pfefferkorngroße rot-schwarze Früchte, deren Geschmack und das Aussehen dem echten Pfeffer ähneln. Früher wurden die Früchte von Mönchen geschrotet und als Pfeffersalz verwendet.

Blickpunkt im heimischen Garten

Durch die strauchigen Rispen und die Blütenrispen wird der Mönchspfeffer zu einem Blickpunkt im Garten. Die Blütezeit ist von August bis September. Er bevorzugt durchlässig bis sandig-lehmigen Boden, der schwach sauer bis schwach alkalisch sein sollte. Bei mehreren Sträuchern empfiehlt sich ein Pflanzabstand von 1 bis 1,5 m. Außerdem liebt es der Mönchspfeffer mäßig trocken. Sträucher die für  heimische Gärten kultiviert werden stehen aufrecht buschig und werden etwa 1,50 bis 2 m hoch.

Mönchspfeffer in der freien Natur

In der freien Natur ist der Mönchspfeffer vor allem an feuchten Plätzen und Flussufern zu finden. Mit seinen fünf- bis siebenzähligen Blättern ähnelt er optisch dem Hanf, was leicht zu Verwechslungen führen kann. Er treibt meistens von April bis Juni aus, was allerdings von den Ortsbedingungen abhängig ist.

Von Hippokrates geschätzt

Der Mönchspfeffer hat sich bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. bei Hippokrates beliebt gemacht. Er empfahl die Blätter mit Wein zu vermischen, um bei Geburten die Nachgeburt zu beschleunigen. Im Mittelalter wurde Mönchspfeffer bei Frauenleiden und gynäkologischen Erkrankungen verordnet.

Mönchspfeffer in der heutigen Frauenheilkunde

Die heutige Medizin weiß Mönchspfeffer ebenfalls zu schätzen und setzt sie in erster Linie in der Frauenheilkunde ein. Aus den reifen, getrockneten Früchten werden Extrakte hergestellt die Schmerzen lindern und Zyklusstörungen harmonisieren, die im Rahmen vom PMS auftreten. Für die Behandlung von zyklusbedingten Brustschmerzen haben sich die Extrakte aus Mönchspfeffer ebenfalls bewährt. Darüber hinaus werden sie eingesetzt um ein hormonelles Gleichgewicht herzustellen, um den Zyklus zu harmonisieren. Dadurch wird das Eintreten einer Schwangerschaft positiv beeinflusst.

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