Rosmarin – eine beliebte Gewürz- und Heilpflanze

Rosmarin ist vor allem aus der mediterranen Küche bekannt, erfreut sich aber auch in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Der immergrüne Halbstrauch gehört zur Gattung Rosmarinus und stammt aus der Gattung der Lippenblütler.

Merkmale vom Rosmarin

Der buschige, immergrüne Strauch wird bis zu 2 Meter hoch und duftet intensiv. Die braunen Äste stehen meistens aufrecht und die Blätter sind zwischen 10 und 40 mm lang, 1,5 bis 3 mm breit. An der Oberseite sind die Blätter tiefgrün, runzlig und an der Unterseite weiß- bis grau. Die zweilippigen Blüten sind weiß mit einer hellblauen Krone.

Anbau, Pflege und Ernte

Vegetativ kann Rosmarin über Stecklinge vermehrt werden. Die Pflanzen werden aber auch kultiviert im Handel angeboten. Im warmen Klima ist die generative Vermehrung über Saatgut möglich. Zum guten gedeihen, benötigt Rosmarin eine durchlässige und humusreiche Erde, denn langandauernde Nässe verträgt er nicht. Am besten wächst Rosmarin an einem sonnigen Standort unter trockenen Bedingungen. Damit der Strauch buschiger wird, sollte er im Spätwinter zurückgeschnitten werden. Die Ernte ist ganzjährig möglich. Es werden keine einzelnen Nadeln abgezupft, sondern Zweige in beliebiger Länge abgeschnitten.

Rosmarin Aufbewahrung

Rosmarin kann in milden Wintern im Freien bleiben und dort nach Bedarf frisch geerntet werden. Ist der Winter streng muss der Rosmarin an einem hellen kühlen Ort überwintern und kann dort jederzeit geerntet werden. Es besteht zudem die Möglichkeit Zweige vom Rosmarin abzuschneiden und für die Aufbewahrung hängend trocknen zu lassen. Hier ist auf eine schnell aber schonende Trocknung zu achten, sonst verlieren sich die ätherischen Öle. Eine weitere Möglichkeit der Aufbewahrung ist das einfrieren. Dafür werden die Nadeln vom Zweig gezupft.

Rosmarin Verwendung in der Küche

In Italien und der Provence ist Rosmarin ein wichtiges Gewürz, das unter anderem auch in Provence-Kräutermischungen enthalten ist. Rosmarin passt zu jeder Sorte Fleisch, zu Kartoffeln, Teigwaren und Zucchini, gilt aber auch als klassisches Grillgewürz. Stark zerkleinerte Rosmarinnadeln finden Verwendung in Kräuterbutter. Darüber hinaus wird Rosmarin zur Aromatisierung von Süßspeisen und beispielsweise Apfelgelee verwendet. Am aromatischsten schmeckt Rosmarin während der Blüte oder kurz nach dem Verblühen.

Rosmarin Verwendung in der Heilkunde

In der Naturheilkunde wird Rosmarin innerlich und äußerlich angewandt. Als Tee hilft Rosmarin gegen Blähungen, unterstützt die Bildung von Magen- und Darmsaft und wirkt bei der Blutzuführ zu den Organen im Unterleib anregend. Außerdem wirkt Rosmarin Tee appetitanregend. Äußerlich wird Rosmarin für Bäder bei Kreislaufschwäche, Durchblutungsstörungen sowie Gicht und Rheuma angewandt. Gegen Rheuma und Migräne wird Rosmarinsalbe eingesetzt. Ein Rosmarin Aufguss wirkt desinfizierend und bei schlecht heilenden, infizierten Wunden wird der Heilungsprozess gefördert. Rosmarinöl wirkt auf der Haut durchblutungsfördernd. Für die innerliche Anwendung werden 3-4 Tropfen in warmen Tee oder auf Zucker gegeben.

Rosmarin repräsentiert die Liebe und Treue

In der antiken Kultur spielte Rosmarin, als eine den Göttern geweihte Pflanze, eine wichtige Rolle. Hamlet bekam von Ophelia als Zeichen ihrer Treue einen Rosmarinkranz umgebunden. Bevor Myrte modern wurde trugen Bräute in Deutschland einen Rosmarinkranz und Troubadoure haben den Damen ihrer Wahl einen Rosmarinzweig überreicht.

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